Dieses vergangene Jahr 2011 klingt nicht sehr winterlich aus und es macht sich ein Gefühl breit von „Puh! Endlich geschafft!“.
Unsere Tochter ist ein wunderbares Menschlein und doch war dieses Jahr das anstrengenste meines Lebens. Irgendwie haben wir neben dem Kind noch versucht ein Leben zu haben, was meistens nicht gut geklappt hat und manches Mal zu Frust geführt hat. Wir mußten viel lernen, über uns, über andere.
Wir haben kein Haus für uns gefunden und ein neues Auto zu kaufen, haben wir ebenfalls verschoben. Gefühlt war Schlumi eine Million Mal krank mit Schnupfen und Husten. Die Eingewöhnung bei der Tagesmutter hat leider nicht zum gewünschten Erfolg geführt, so dass wir die Betreuung abgebrochen haben.
Doch nun zu den Dingen, für die ich dankbar bin. Ich habe das Jahr Elternzeit sehr genossen und besonders die Zeiten, die wir zu dritt verbringen durften. Aber ich geniesse es auch wieder zu arbeiten. Auch wenn ich die ersten zwei Monate die ich jetzt gearbeitet habe konstant erkältet war. Langsam gehts wieder bergauf.
Wir sind immer gerne und viel unterwegs. Dieses Jahr hat es uns gleich zwei Mal nach Berlin verschlagen, jeweils einer Hochzeit wegen. Sowohl Miss Marples beste Freundin als auch die von Miss Sixty haben geheiratet. Und überhaupt ist es das Jahr der Hochzeiten gewesen. Wobei wir auf vier von fünf Hochzeiten getanzt haben. Beim L-Beach haben wir ein entspanntes Wochenende erlebt. Wir waren in Frankfurt zum Kurstreffen und unser Schlumi ist zum ersten Mal geflogen. Im Sommer haben wir eine Woche Urlaub im Ferienhaus in Holland gemacht und es war genial und daher zu kurz.
Schlumi hat eine Woche vor Heiligabend ihre ersten nennenstwerten Schritte gemacht während wir beide dabei sein durften. Innerhalb der letzten zwei Wochen hat sie ihr Laufpensum kontinuierlich gesteigert und war auch schnell in der Lage selbständig aufzustehen und loszulaufen. Es ist so zuckersüß zu erleben, wie sie sich ihre Welt erobert.
Pünktlich zum Jahresende hat der kleine Kinderkörper unserer Tochter beschlossen noch einen Backenzahn rauszuschieben und somit sie und uns noch ein wenig zu quälen. Das macht in der Bilanz die oberen Schneidezähne, zwei untere Schneidezähne plus ein Bruchteil Backenzahn – „Schlumi Siebenzahn“.
Ich bin froh, dass wir alle nie „ernsthaft“ krank waren. Und auch wenn der Schlafmangel an uns zehrt, sind wir unglaublich stolze Eltern. Ich kann dieses Jahr glücklich und zufrieden gehen lassen.